
Meine Fahrt am Sonntag war anstrengend, denn die Müdigkeit blieb mein Begleiter. Nach fünf Stunden bin ich 0.30 Uhr in Rostock angekommen und auf dem Wohnschiff in meine Koje gekrochen.
Montag 7.00 Uhr: Aufstehen, Duschen und ein leckeres Frühstück. Das Wetter empfängt mich nach dem Frühstück mit viel Wind, Kälte und Regen. Noch hoffe ich, für die Praxis wird auf schönes Wetter gewartet. Doch nach 6 Stunden Theorie gehts mit Überlebensanzug in die 10 Grad kalte Ostsee - für drei Stunden und zahlreiche Rettungsübungen auf, in und um eine Rettungsinsel.18.00 Uhr Trainingsende, duschen und essen und dann nur noch schlafen.
Auch der Dienstag ist kalt und regnerisch. Wir fahren mit dem Rettungsboot, natürlich jeder selbst. "POB - Person über Bord!!" - wird genau 17 Mal auf offener See geübt. Zum Glück müssen wir nicht selbst ins Wasser fallen, diesmal retten wir einen Rettungsring mit einem Bootshaken, trotzdem sind wir naß und kalt.

Mittwoch - endlich Sonne. Brandschutz ist angesagt. Früh wieder die theoretischen Grundlagen und nachmittags Action im Brandsimulationscontainer. Ganz schöne Panik. Atemschutzmaske, Anzug und Sauerstoffflasche sind schon so schwer, dass ich kaum stehen kann. Jetzt laufen, klettern und dann simulierte Brände in einer Kabine, Küche und Wohnung. Keine Verluste und alles gelöscht - Auftrag erfolgreich erfüllt.

Morgen ist Theorieprüfung und Ersthelferlehrgang, danach fahre ich nach Berlin, um in der Amerikanischen Bootschaft mein Visum zu beantragen. Die Reisevorbereitungen sind umpfangreich gewesen.