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Indien - Mumbai

Mumbai – auch bekannt als Bombay ist eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Während meines Landgangs war ich sehr betroffen über das Leben in den Slums. Mehr als die Hälfte der Menschen in Mumbai enden auf der Straße oder leben in unbeschreiblichem Elend. Manchen gelingt es auch in ein Lohnarbeitsverhältnis zu gelangen, in dem sie unter erbärmlichen Bedingungen zumindest ihr nacktes Überleben sichern können: Ein Beispiel dafür ist das Waschviertel „Dhobi Ghat“ („Open Laundry“), dort waschen etwa 10 000 Menschen die Wäsche aus Hotels, Krankenhäusern, Restaurants und Privathaushalten. In hunderten von Betonbecken steht je ein Mann in Seifenlauge und schlägt Wäschestücke auf einen Stein. Die Frauen bügeln mit Bügeleisen, die mit glühender Kohle betrieben werden. Der Lohn ist ca 1 Euro pro Tag.

Überall wohin wir kamen wurde gebettelt, es war schmutzig, die Kinder waren vernachlässigt, nur in Lumpen gehüllt oder nackt. Die Straßen waren überfüllt mit Autos, bei denen nur die Hupe  richtig funktionierte, alles andere wurde  mehr oder weniger vom Rost zusammengehalten. Unser Taxi hatte Reifen an denen sich der Gummi zersetzte. Krass! Von einem aufstrebendem Indien mit Kultur, Bauwerken sowie einer angenehmen Infrastruktur konnte ich bei meinem Aufenthalt leider nichts entdecken, doch von den Gästen der Amadea bekam ich erzählt, dass es das durchaus zu entdecken gab.